Schadstoff-Konzentrationen im Trinkwasser schaden
Trinkwasser ist unser bedeutungsvollstes Lebensmittel. Vorausgesetzt, die Qualität stimmt. Bei Leitungswasser oder Mineralwasser ist die Reinheit nicht gegeben; denn die Grenzen für Schadstoffe sind sehr hoch angesetzt.
Die steigenden Absätze von hochwertigen und effektiven Wasserfiltern zeigen, dass eine zunehmende Zahl von Verbrauchern der Qualität des Wassers, welches aus ihrem häuslichen Wasserhahn fließt, nicht mehr trauen.
Trinkwasser ist für uns ein unersetzlicher Grundstoff, zur Aufrechterhaltung der Vitalfunktionen im Körper, der in relativ großen Mengen benötigt wird. Decken wir auch nur einen kleinen Teil unseren Wasserbedarf aus Leitungswasser (z.B. für Kaffee, Tee, Babynahrung, etc.) können sich die darin enthaltene Schadstoffe im Körper ansammeln und ihm erheblich schaden. Ganz besonders gefährdet sind Babys und Kleinkinder, die noch keine ausgeprägte Abwehrkräfte haben.
Alle Eltern stehen früher oder später vor der Frage, mit welchem Wasser sie das Fläschchen oder den Babybrei anrühren sollen. Ist einfaches Trinkwasser aus dem Wasserhahn in Ordnung, nimmt man besser Mineralwasser oder sogar speziell abgepacktes Wasser? Das Forschungsinstitut für Kinderernährung rät zu Trinkwasser: Es ist das am besten kontrollierte Lebensmittel und kann daher in der Regel zur Zubereitung von Säuglingsnahrung eingesetzt werden.
Einige Ausnahmen gibt es jedoch. In vor 1973 gebauten Häusern können Bleirohre liegen, die das Trinkwasser belasten. Gefährlich ist vor allem die schleichende, regelmäßige Aufnahme kleiner Bleimengen. Sie stört die Blutbildung und Intelligenzentwicklung bei Ungeborenen, Säuglingen und Kleinkindern. Seit Dezember 2003 wurde der zulässige Höchstwert von 40 auf 25 Mikrogramm Blei pro Liter gesenkt. Die Süddeutschen brauchen sich darum keine Gedanken machen, denn dort werden schon seit über 100 Jahren keine Bleirohre mehr verlegt. Doch auch in anderen Gegenden Deutschlands wurden bereits vor 1973 andere Materialien als Blei verwendet. Wer sich nicht sicher ist, ob er in einem Haus mit Bleirohren wohnt, fragt am besten den Hauseigentümer, einen Sanitär- oder Heizungshandwerker oder lässt den Bleigehalt des Wassers im Labor messen.
Als problematisch gelten auch Kupferrohre, durch die Wasser mit einem niedrigen Säurewert fließt. Dann löst sich besonders viel Kupfer und gelangt ins Trinkwasser – eine Belastung, die seit vielen Jahren als mögliche Ursache für frühkindliche Leberschäden diskutiert wird. Eine aktuelle Studie bestätigte diesen Zusammenhang zwar nicht. Vorsichtshalber empfiehlt das Umweltbundesamt jedoch, abgestandenes Wasser erst ablaufen zu lassen und nur das kühlere, frische Wasser für die Zubereitung von Säuglingsnahrung zu verwenden.
Ungeeignet für Säuglinge ist außerdem Trinkwasser mit einem Nitratgehalt von über 50 Milligramm pro Liter. Derart nitratbelastetes Wasser gibt es nur selten - und wenn, stammt es meist aus privaten Hausbrunnen.
Sowohl bei zu hohen Schwermetall- als auch Nitratwerten sollten Eltern abgepacktes Wasser mit der Bezeichnung "für die Säuglingsnahrung geeignet" verwenden. Auch bestimmte Mineralwässer mit dem Hinweis "zur Zubereitung von Säuglingsnahrung geeignet" können Eltern bedenkenlos benutzen; ihr Mineralienanteil liegt unterhalb festgesetzter Grenzen. Die betragen zum Beispiel für Natrium maximal 20 Milligramm pro Liter: Weil die Nieren von Säuglingen noch nicht reif sind, verkraften sie nur die Ausscheidung kleiner Mengen. Der Sulfatgehalt wurde wegen seiner abführenden Wirkung auf maximal 240 Milligramm pro Liter festgelegt, für Nitrat beträgt die Höchstgrenze 10, für Nitrit 0,02 Milligramm pro Liter.
Dorothee Hahne,
Diplom-Oskotrophologin
Das alles ist für Eltern nur sehr schwer zu verstehen, natürlich will jeder nur das Beste für sein Kind! Aber welches Wasser nehme ich denn jetzt für die Babynahrung???
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