Trinkwasser

Trinkwasser ist ein für den menschlichen Genuss und Gebrauch geeignetes Wasser. Nach der Trinkwasserverordnung muss Trinkwasser frei von Krankheitserregern sein.

In Trinkwässern dürfen bestimmte Grenzwerte für chemische Stoffe nicht überschritten werden. Für Stoffe, für die in der Trinkwasserverordnung keine Grenzwerte für chemische, physikalische und mikrobielle Parameter festgelegt sind, werden in der Regel WHO-Empfehlungen als Vergleichsmaßstab gewählt. Trinkwasser enthält je nach Herkunft (Grund- oder Quellwasser, Oberflächenwasser von Seen und Flüssen, Uferfiltrat, entsalztes Meerwasser) unterschiedliche Mengen gelöster Salze. Gutes Trinkwasser muss farb- und geruchlos, klar, frei von Verunreinigungen und schädlichen Beimischungen in toxikologischer und mikrobieller Hinsicht sein. Der Geschmack des Trinkwassers wird durch die Wasserhärte und durch die Wassertemperatur beeinflusst, die zwischen 7 und 12 °C liegen sollte. Der Umfang der notwendigen Aufbereitungsschritte bei der Herstellung von Trinkwasser (Wasseraufbereitung) hängt von der Rohwasserqualität ab.

Die Verunreinigung des Trinkwassers durch anthropogene Schadstoffe (Nitrate, Pflanzenschutzmittel, Schwermetalle, Chlorkohlenwasserstoffe) ist z. B. durch die Entwicklung neuer Wasch- und Lösungsmittel wieder geringer geworden. Dennoch kann man nicht von einer generellen Trendumkehr sprechen. Die Einhaltung der Grenzwerte durch technische Maßnahmen am Einwirkungsort oder bei der Trinkwasseraufbereitung führt allein keineswegs zu einer Reduzierung der Schadstoffe. Dazu wäre v. a. eine enge Kooperation der Wasserwirtschaft mit der Landwirtschaft erforderlich. Ökologisch und auch ökonomisch wäre es am sinnvollsten, durch Verringerung der Einträge (z. B. bei Nitraten) die Schadstoffe erst gar nicht in die Gewässer gelangen zu lassen, anstatt in immer aufwendigere Aufbereitungstechniken zu investieren.